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Schulleitung Diesen Text vorlesen lassen

Autor: nicolegourdonbrand 23.07.2017

Seit dem 01.08 2016 wird die Schule von Frau Rektorin Nicole Gourdon-Brand geleitet.

Schulleiterin

 

Gerade, wenn man neu an eine Schule kommt, haben die Schüler ganz viele Fragen. Die häufigsten Fragen haben nun Schüler aus meinem Unterricht zusammengestellt und mich gebeten, die Fragen mit den Antworten auf der Homepage zu veröffentlichen. Diesen Wunsch erfülle ich gerne.


Wie findest du unsere Schule?

Einfach toll! Mir gefällt, dass sich die große Mehrheit der Schüler an unsere Regeln hält. Ich finde es auch schön, dass ihr bis in den Nachmittag in der Schule bleibt. So können wir uns viel besser kennen lernen. Und für euch gibt es gute Angebote/ Arbeitsgemeinschaften, die euch Spaß machen. Ich bin stolz, dass so viele von euch gute Ergebnisse haben und regelmäßig lernen.
Beim Sommerfest oder jetzt beim Adventsbasar habe ich wieder gemerkt, wie gut ihr euch untereinander helft und dass ich auf euch zählen kann. Das wird auch bei den Bühnen deutlich. Das sind für mich richtige Highlights, auf die ich mich schon sehr lange im Voraus freue. Aber auch die Erwachsenen passen gut zusammen.

Auf mein Kollegium (Lehrer und pädagogische Mitarbeiter) bin ich sehr stolz, weil sie mich in allen Dingen unterstützen, auch wenn nicht jeder mit allem einverstanden ist. Sie arbeiten viel, damit ihr viel für die Schule, aber auch fürs Leben lernt. Und dann sind da noch Frau Meyer und Herr Eilers. Manchmal ist es so, dass man einfach gut zusammenpasst.

Welche Fächer unterrichtest du?

Mathe, Deutsch, Deutsch als Zweitsprache und Französisch

Hast du Kinder?

Ja, drei (19, 17 und 9 Jahre alt)

Was machst du eigentlich den ganzen Tag in der Schule?

Das ist eine gute Frage. Jeder Tag ist anders. Wie für euch auch. Aber das ist auch das Spannende. Wenn ich nicht unterrichte, habe ich verschiedene Aufgaben: Zuerst bespreche ich mich morgens mit Frau Meyer. Wir legen dann fest, was besonders wichtig ist und sofort erledigt werden muss. Außerdem habe ich viele Termine (mit den Vereinen, die bei uns die Angebote machen, mit Personen von der Stadt, mit Eltern oder Schülern, mit den Schulbegleitern) und schreibe viele Anträge. Dann beantworte ich die Post und E-Mails. Oft muss ich dafür nochmal telefonieren, um mehr Informationen zu bekommen.

Im Moment kümmere ich mich auch um den Stundenplan und den Vetretungsplan. Ich muss aber auch die nächsten Jahre der Schule im Blick haben. Das nennt man Schulentwicklung. Es gibt immer etwas in Schule zu verbessern. Dafür muss ich das analysieren, was wir im Moment machen und darüber nachdenken, was wir besser machen können. Zum Beispiel bessere Angebote für euch. Oder mehr Förderstunden, um euch zu helfen. Das besprechen wir zum Beispiel auf Dienstbesprechungen mit allen Kollegen. Die müssen auch vorbereitet werden.

Natürlich muss ich mich auch um neue Lehrerkollegen kümmern. Wenn ein Kollege in den Ruhestand oder an eine andere Schule geht oder lange krank ist, muss er ersetzt werden. Dafür müssen Formulare ausgefüllt werden. Oft denke ich, dass ich in der Verwaltung arbeite. So viel, wie ich ausfüllen muss. Und natürlich verwalte ich das Geld für die Schule. Da wir ein besonderes System mit unseren Angeboten haben, mache ich die Verträge mit den Außenanbietern und bezahle sie einmal im Monat für die Stunden, die sie mit euch gemacht haben. Das finde ich schon schwierig, da ich im Juni für das gesamte Schuljahr ausrechnen muss, wie viel Geld ich dafür ausgeben darf. Ich darf nicht ins Minus kommen.

Zum Glück habe ich Frau Grundmann-Pophanken, Herrn Hümme, Frau Loudovici und Herrn Reda, die mich als meine internen Stellvertreter unterstützen und mich sehr gut ersetzen, wenn ich nicht da bin.

Warum bist du manchmal nicht da?

Oft bin ich dann bei Terminen mit anderen Schulleitern. Wir tauschen Informationen aus und erinnern uns gegenseitig an Dinge, die noch erledigt werden müssen. Manchmal bin ich auch bei der Stadt, da die Stadt für das Gebäude verantwortlich ist. Wenn etwas nicht mehr funktioniert, muss man darüber sprechen. Das geht am besten persönlich.
Und dann möchte ich noch immer dazu lernen. Es gibt extra Fortbildungen für Schulleiter, zum Beispiel wie man mit schwierigen Situationen umgeht. Oder Fortbildungen zum Schulgesetz. Ich muss zwar nicht jeden Paragraphen auswendig kennen, aber die wichtigsten sollte ich wissen.

Macht dir die Arbeit Spaß?

An den meisten Tagen ja. Natürlich habe ich auch Momente, in denen mir Dinge auf die Nerven gehen oder der Tag einfach nicht genug Stunden hat. Dafür hängt an meiner Tür das Schild "Ich bin jetzt nicht in der Stimmung, Konfliktgespräche zu führen". Wenn das hängt, sollte man das Gespräch auf den nächsten Tag verschieben.

Wolltest du schon immer Schulleiterin werden?

Nein, aber mir gefielen immer Posten, bei denen ich Verantwortung hatte.

Wie wird man denn Schulleiterin?

In einer speziellen Zeitschrift für Lehrer gibt es einmal im Monat eine Liste der Schulen, die einen Schulleiter oder Konrektoren suchen. Wenn man schon Erfahrung als Lehrer hat, darf man sich bewerben. Dann muss man eine Prüfung machen. Diese Prüfung dauert einen Tag. Man zeigt seinen eigenen Unterricht, besichtigt einen anderen Unterricht und leitet eine Dienstbesprechung. Zwischendurch muss man immer wieder sagen, was gut oder nicht so gut war oder was man ändern würde. Dafür kommt extra ein Dezernent (der direkte Vorgesetzte von Schulleitern) aus der Landesschulbehörde und bewertet den Unterricht und alles, was man den ganzen Tag über sagt. Der Dezernent führt dann auch noch ein Gespräch über Schulleitung allgemein mit verschiedenen Beispielen, um zu wissen, ob man für den Posten wirklich geeignet ist. Die Prüfung dauert ungefähr acht Stunden und ist wirklich anstrengend. Am Ende bekommt man eine Art Note. Wenn es mehrere Bewerber gibt, entscheidet die beste Note darüber, wer den Posten bekommt.

Wie lange bist du schon Lehrerin?

Seit 25 Jahren. Und wir feiern als Schule dieses Jahr 25 Jahre teilgebundene Ganztagsschule. Passt doch, oder?

An welcher Schule warst du vorher?

Angefangen habe ich als Lehrerin in Frankreich. Ich habe ja fast zwanzig Jahre dort gelebt und auch dort studiert. Zuerst war ich an einer Gesamtschule mit Gymnasium. Die letzten acht Jahre unterrichtete ich dort an einer Universität. Ich habe auch mit Referendaren gearbeitet und mitgeholfen, sie für den Lehrerberuf auszubilden.

In Deutschland habe ich dann zuerst in Bremen an einem Gymnasium gearbeitet. Ich bin in Frankreich ja als Gymnasiallehrerin ausgebildet worden. Dann ist meine Tochter geboren und man hat mir in Oldenburg eine Stelle als Französischlehrerin an einer Realschule angeboten. Die Stelle habe ich angenommen. Kurz danach wurde die Realschule zusammen mit der Hauptschule dann eine Oberschule. In den letzten vier Jahren habe ich dort aufgrund meines Studiums und der Zusatzqualifikation zur Sprachlernkoordinatorin die Sprachlernklasse geleitet.

Und jetzt bin ich bald zwei Jahre hier an der Schule. Ich habe quasi meine Laufbahn "umgekehrt" gemacht. Erst Uni, dann Gymnasium, später Realschule (Oberschule, also auch mit Hauptschülern) und jetzt Grundschule. Jede Schulform fand ich toll. Und die Arbeit mit unterschiedlichen Altersstufen war sehr interessant. Aber in der Grundschule werden die Grundsteine für alles gelegt. Die vier Jahre in der Grundschule entscheiden oft maßgeblich über den schulischen (und späteren beruflichen) Werdegang. Ich habe sowohl in den fünften Klassen an der Oberschule, Realschule als auch am Gymnasium gesehen, wie wichtig die Arbeit in der Grundschule ist. Und ich weiß, was die Schüler wissen müssen, um später ab der 5. Klasse gut mitarbeiten zu können. Diesen Weg der ersten vier Jahre möchte ich begleiten und mitgestalten.

Warum hast du dir unsere Schule ausgesucht?

Weil die Grundschule Ohmstede eine gute Schule ist, die zu mir passt. Ich habe viele Gespräche mit meiner Vorgängerin Frau Schnelle geführt und kannte dadurch vorher die Stärken und Schwächen der Schule. Wir kannten uns übrigens schon einige Jahre und hatten oft die gleiche Sichtweise. Frau Schnelle hat mit dem Kollegium schon sehr viel erreicht, womit ich gut weiterarbeiten kann. Dieses eigene System der teilgebundenen Ganztagsschule gefällt mir.

Ich bin davon überzeugt, dass eine Schule nur gut funktionieren kann, wenn man als Schulleiter das "Personal" aussuchen kann (wie bei uns in den Angeboten und Arbeitsgemeinschaften). Da kann ich auswählen, wer zu uns passt und verlangen, sich an unsere Regeln zu halten. Wer dies nicht tut, bleibt nicht an unserer Schule. Auch kann ich so besser auf eure Wünsche für die Angebote eingehen.

Magst du alle Lehrer hier?

Ja. Ich finde, wir haben richtig gut qualifizierte und ausgebildete Lehrer. Es ist für mich sehr wichtig, um gut miteinander klar zu kommen. Man muss sich aufeinander verlassen können, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist. Nur so kann man gut miteinander arbeiten, damit ihr davon profitiert.

Magst du auch alle Schüler bei uns?

Ja. Jeder Schüler hat etwas an sich, dass ich gut finde. Leider benimmt sich nicht jeder Schüler jeden Tag so, wie ich mir das wünsche. An einem Ort, wo so viele verschiedenen Charaktere und Nationalitäten zusammentreffen, sind Konflikte nicht auszuschließen. Das kann ich nicht ändern. Wir können aber lernen, gut damit umzugehen. Insofern gibt es hier und da auch Schüler, die in mein Büro kommen müssen, weil sie sich nicht an die Regeln halten. Natürlich schimpfe ich dann auch. In diesem Moment könnte der eine oder andere Schüler durchaus denken, dass ich ihn nicht mag. Das stimmt aber nicht. Ich mag nur sein Verhalten nicht. Zusammen überlegen wir dann, wie wir eine Wiederholung verhindern können.

Warst du selbst früher eine gute Schülerin?

Ja. Ich hatte das Glück, dass ich gut auswendig lernen konnte und oft schnell verstanden habe. Ich mochte die Schule immer gern. Deswegen bin ich wohl noch immer in der Schule.

Welche Fächer hast du nicht gemocht?

Kunst. Nachdem ich den 20. Sonnenuntergang mit Tusche zeichnen musste, hatte ich keine Lust mehr. Zum Glück ist der Kunstunterricht heute viel interessanter.

Was machst du am Wochenende, wenn du nicht in der Schule bist?

Mit unseren Kindern spielen wir oft Gesellschaftsspiele. Ich habe auch wieder mit Sport angefangen. Früher habe ich Handball und Tischtennis gespielt. Jetzt versuche ich, wieder fitter zu werden. Bei der Arbeit sitze ich viel zu oft. Das merke ich im Rücken.

Für welchen Fußballverein drückst du die Daumen?

Oh, da erwischt ihr mich aber kalt. Fußball ist leider nicht mein Ding. Ihr findet mich eher bei den Spielen der EWE Baskets.

 

 

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