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Schulgarten mit Sommerbienen und Schmetterlingen Diesen Text vorlesen lassen

Autor: nicolegourdonbrand 29.07.2017

Ab dem Schuljahr 2017/18 treiben wir unser Projekt Schulgarten voran. Die Schule hat einen kleinen Hinterhof, der sich ideal dafür anbietet. Es schließt direkt an den Schulhof an. Trotzdem ist das Gelände für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Damit gewährleisten wir, dass die Tiere und Pflanzen geschützt werden.

Die AG Schulgarten und das Angebot Kräuterwerkstatt bestehen schon seit einigen Jahren. Jetzt möchten wir nicht nur einige Hochbeete bepflanzen, sondern für unsere Schüler in den kommenden Jahren einen Raum schaffen, in dem sie für die Natur sensibilisiert werden und damit einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten.

Folgende Gründe haben uns für einen größer angelegten Schulgarten überzeugt:

1) Bezug zur Natur

Viele Schüler haben in der heutigen Zeit keinen Bezug mehr zur Natur. Sie kennen Lebensmittel und Kräuter lediglich aus dem Supermarkt und Tiere aus Büchern oder dem Fernsehen. Die eigene Herstellung aus Naturprodukten wie Olivenöl, Pfefferminztee, Ringelblumensalbe, Rosenseife oder Brennesseldressing macht den Schülern viel Spaß. Dadurch lernen sie, die "einfachen" Dinge zu schätzen und alte Bräuche werden wiederbelebt.

Weiterhin erfahren sie den Kreislauf der Natur. Erst pflanzen und säen sie, dann beobachten sie geduldig und ernten schließlich. Bei der Zubereitung probieren die Schüler immer wieder neue Rezepte aus. Die Schalen werden kompostiert und im nächsten Jahr wiederverwendet. Von den Pflanzen werden die Samen gesammelt und wieder ausgesät. Auf diese Weise begreifen sie durch eigenes Handeln und Erleben wichtige Zusammenhänge und werden in ökologische Kreisläufe einbezogen. Dadurch fördern wir einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit der Natur.

2) Artenvielfalt und Umweltschutz

Wir möchten nicht nur einen Nutzgarten mit Obst, Gemüse und Kräutern anbauen, sondern auch Lebensräume für Tiere schaffen. Tieren fehlt heute oft die Möglichkeit, Nahrung und Nistmöglichkeiten zu finden, da in der Landwirtschaft oft die Monokultur favorisiert wird. Mit unseren Minibiotopen möchten wir den Tieren helfen.

Hierzu arbeiten wir mit dem Regionalen Umweltzentrum, dem Amt für Umweltschutz und Bauordnung und der Stadt Oldenburg zusammen. Sie haben uns vor Ort wichtige Tipps gegeben und haben Gutscheine für spezielle Samen und Obstbäume mitgebracht. Der NABU hat uns bereits einen schönen Nistkasten überreicht und fördert uns mit Wildblumensamen, da wir an dem NABU-Schmetterlingsprojekt teilnehmen möchten.

Die Blumen sollen also nicht nur schön aussehen, sondern reichlich Nahrung für Insekten bieten. Dabei liegt unser Fokus auf Bienen und Schmetterlingen.

Unser pädagogischer Mitarbeiter Herr Rathsack ist auch Imker. Schon jetzt gibt es eine Bienen-AG. Dort erfahren unsere Schüler eine Menge über den Lebenszyklus der Bienen und können sie regelmäßig beobachten.

Indem unsere Schüler viele Ansiedlungsmöglichkeiten für verschiedene Tierarten schaffen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt und damit auch zur Umwelt. Außerdem werden auch Tiere angelockt, die bei der biologischen Schädlingsbekämpfung im Nutzgarten helfen.

3) Förderung sozialer, emotionaler, ökologische und handwerkliche Kompetenzen

An dem Schulgarten planen und arbeiten Schüler jahrgangsübergreifend zusammen. Dadurch wird die Kommunikation und die Teamfähigkeit gefördert. Hinzu kommen Selbstständigkeit und Verantwortung. In einem Schulgarten gibt es das ganze Jahr über zu tun. Dazu gehört die fachgerechte Handhabung von Werkzeugen und Gartengeräten. Hoch-, Hügelbeete und Kräuterspiralen müssen angelegt und gepflegt werden. Die Schüler erwerben dabei Kenntnisse über die Tiere und Pflanzen im Garten, lernen die praktische Anwendung des Anbaus und der Pflege. Hierzu lesen sie auch Anleitungen und setzen sie um. Die Kreativität wird gefördert. Das Obst, Gemüse und die Kräuter werden weiterverarbeitet. Erfolge, aber auch Misserfolge werden von allen Schülern gemeinsam erlebt. Das Arbeiten im Schulgarten ist konkurrenzfrei und fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl.

4) Einbindung des Schulgartens in den Fachunterricht und damit in das Schulleben

Gerade für den Sachunterricht bietet der Schulgarten viele Möglichkeiten. Die Schüler können mit allen Sinnen die Natur erfahren.

So können sie die Bienen und Raupen bzw. Schmetterlinge beobachten und protokollieren, wir ein Apfel oder eine Kartoffel entsteht. Der Aufbau von Blüten und die dazugehörige Bestäubung durch Insekten. Im Fach Mathematik kann das Material für die Hochbeete geplant und berechnet werden. Im Werkunterricht können die verschiedenen Pflanzenschilder hergestellt werden. Windspiele (kennen unsere Schüler vom RuZ) können auch von den ersten Klassen gebastelt werden. Zu den Schulfesten können die Schulgarten- und Kräuter-AG ihre Erfolge ausstellen und für die Homepage können die Schüler regelmäßig kleine Berichte schreiben.

 

Langfristige Ziele:

  • Projekte mit KiTas
  • Projekte mit Senioren
  • Kunst mit und in der Natur

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