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Beratungskonzept Diesen Text vorlesen lassen

Autor: nicolegourdonbrand 23.07.2017

Beratungskonzept der Grundschule Ohmstede

Erstellt von der Beratungslehrerin Frau Grundmann-Pophanken. Aktualisiert im Juli 2017.

1. Ziele der Beratung

Beratung von SchülerInnen und Erziehungsberechtigten ist Aufgabe aller LehrerInnen einer Schule, insbesondere der KlassenlehrerInnen. Zu diesen Aufgaben gehört u.a. die Beratung über

  • Die Beratung bei Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten
  • Beratung in schwierigen Lebenssituationen von SchülerInnen und Eltern.

Darüber hinaus kann eine Beratung zu den o.g. Bereichen auch durch die Beratungslehrkraft erfolgen, die sowohl von SchülerInnen, Eltern sowie von KollegInnen der eigenen Schule in Anspruch genommen werden kann.

Die Beratung durch die Beratungslehrerin wird als freiwillige, kurzfristige und ortsnahe Hilfe verstanden, um dem Ratsuchenden im Beratungsprozess Entscheidungshilfen zur Bewältigung ihrer genannten aktuellen Probleme anzubieten. Dieses geschieht in Beratungsgesprächen, in denen die Beratungslehrerin mit Hilfe des Mediationsverfahrens gemeinsam mit dem Ratsuchenden die Probleme betrachtet, damit dieser im späteren Gesprächsverlauf eigene Lösungsmöglichkeiten finden kann. Beratung wird auch als Vermittlung zu anderen sozialen Institutionen und Einrichtungen verstanden. Die Stadt Oldenburg verfügt über ein sehr breit gefächertes Beratungsangebot, das für die Beratung in der Schule genutzt werden kann.

2. Bedingungen einer erfolgreichen Beratung

Beratung geschieht auf der Grundlage der vier "Beratungssäulen":

  • Die Beratung ist freiwillig, d.h. der Ratsuchende bestimmt den Zeitpunkt und die Zeitdauer der Einzelfall-Beratung. Dabei gibt der Ratsuchende das Problem vor und setzt den Rahmen, in dem die Problemlösung erarbeitet werden soll. Die konkrete Umsetzung liegt allein in der Hand des Ratsuchenden. Die KlassenlehrerInnen können ihren SchülerInnen eine Beratung vorschlagen, die betreffenden Kinder müssen jedoch einverstanden sein. Dies wird zu Anfang eines jeden Beratungstreffens neu überprüft. Eine Meldepflicht gegenüber den Eltern ist nicht zwingend notwendig, da sonst das Vertrauensverhältnis des Rat suchenden Kindes gefährdet werden könnte (s.  Schweigepflicht). In vielen Fällen ist es jedoch sinnvoll, die Eltern mit einzubeziehen.
  • Die Beratung ist unabhängig, aber unter Beachtung der Regeln der Schule.
  • Die Beratung steht unter der Schweigepflicht gegenüber der Schulleitung, KlassenlehrerInnen und Erziehungsberechtigten. Nur auf Wunsch und mit Abstimmung des Ratsuchenden kann diese aufgehoben werden oder wenn Gefahr in Verzug droht.
  • Die Verantwortungsstruktur der Schule wird beachtet, d.h. die Zuständigkeit der Schulleitung oder anderer unmittelbar Beteiligter wird gewahrt.

3. Bekanntmachung der Beratungsinstitution und Beratungszeiten

Die Beratungslehrkraft stellt sich regelmäßig der neuen Elternschaft der künftigen 1. Klassen am ersten Informationsabend vor. Sie ist während der Sprechzeiten ansprechbar. Mit einem Termin gehen Sie auf Nummer sicher. Der Beratungslehrerin stehen wöchentlich drei Beratungsstunden zur Verfügung. Die Beratungsgespräche finden im Gesprächsraum statt. Die Beratungszeiten sind vom Stundenplan abhängig, werden aber im Lehrerzimmer immer am Anfang eines Schulhalbjahres veröffentlicht. Da die Gespräche während des Unterrichts stattfinden, wäre es günstig, die Beratungszeit im Stundenplan wenn möglich in die letzte Unterrichtsstunde zu legen. Vor dem Gesprächsraum hängt ein Sprechstundenplan, wann der Raum belegt ist.

4. Zusammenarbeit mit schulinternen und außerschulischen Institutionen

  • Teilnahme an regelmäßigen Treffen (2mal jährlich) der Beratungslehrkräfte unter Leitung der Oldenburger Schulpsychologen
  • Absprachen mit KlassenlehrerInnen, FachkollegInnen und Schulleitung unter Wahrung der Schweigepflicht
  • Zusammenarbeit mit den pädagogischen Mitarbeitern
  • Zusammenarbeit mit dem Mobilen Dienst
  • Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • Zusammenarbeit mit der schulinternen Riko-Lehrkraft
  • Kooperation mit Oldenburger Beratungsstellen

5. Beratungsangebote im Überblick

Die Beratungslehrkraft verfügt über eine zweijährige Weiterbildung, in der insbesondere Gesprächsführungstechniken erlernt wurden. Folgende Beratungs-Angebote können in den unten genannten Fällen genutzt werden:

  • Einzelfall-Hilfen im erzieherischen Umgang mit Leistungsüber-bzw unterforderung und Schulängsten
  • Einzelfall-Hilfen bei auffälligen Konzentrationsschwierigkeiten, Motivationsproblemen und Mobbing
  • Empfehlung und Vermittlung zu anderen Institutionen
  • "Ausbildung zum Streitschlichter"
  • Fortführung und Pflege des Projekts "Streitschlichter an unserer Schule"
  • Aufbau einer aktiven Schülervertretung
  • Training mit ADHS Kindern mit Hilfe des Konzepts "Attentioner" nach Petermann
  • Konfliktgespräche in Klassen
  • Moderation in schwierigen Gesprächen mit Eltern und KlassenlehrerInnen
  • Kollegiale Lehrerfortbildungen initiieren und organisieren
  • Initiation und Begleitung von Präventionsmodellen
  • Systemberatung in Form von Konzeptentwicklung
  • Controlling bzw. Überarbeitung der selbst erstellten Konzepte
  • Qualitätssicherung durch Evaluation der selbst erstellen Konzepte

 

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